Gutes Lüften und Heizen von Wohnungsräumen

Um Schäden am Gebäude und an sich selbst zu vermeiden und trotzdem Energie zu sparen sind folgende Punkte zu beachten:

  1. Auftretende Feuchtigkeit sowie Geruchsbelästigungen sollen sofort an ihrem Entstehungsort und während ihrer Entstehung, spätestens jedoch unmittelbar danach durch entsprechendes Lüften beseitigt werden.
  2. Alle Räume sind ausreichend zu beheizen. Die Raumtemperatur soll nicht unter 16°C sinken, da es ansonsten zu Kondensation von Feuchtigkeit kommen kann.
  3. Zur Vermeidung von Schimmel- und Feuchtigkeitsschäden und zur Einsparung von Heizenergie eignet sich das sogenannte Stoßlüften. Dabei sollte drei- bis viermal am Tag bei gedrosselter Heizung für die Dauer von zehn Minuten Durchzug geschaffen werden. Ist den ganzen Tag niemand in der Wohnung, empfiehlt es sich, alle Räume mindestens morgens und abends für 15 Minuten durchzulüften.
  4. Das Heizen von kühlen Räumen mit der Luft aus wärmeren Räumen ist soweit möglich zu vermeiden, da hierdurch nicht nur die Wärme, sondern auch Luftfeuchtigkeit in die kühleren Räumen gelangt.
  5. Sollte in der Wohnung Wäsche getrocknet werden, ist zusätzlich für eine Lüftung zu sorgen. Bei hohen Außentemperaturen kann es ausreichen, während der Trocknungszeit ein Fenster zu kippen. Bei niedrigen Außentemperaturen sollte der Mieter häufiger stoßlüften.
  6. Heizkörper sollten nicht verdeckt werden.
  7. Um die Luftfeuchtigkeit zu überwachen, wird die Benutzung eines Hygrometers empfohlen. Hiermit kann der Mieter der Luftfeuchtigkeit einfach ablesen. Diese sollte zwischen 40 bis 60 Prozent liegen.
  8. Die Sanierung eines Gebäudes kann eine Anpassung des Lüftungsverhaltens erforderlich machen. Zum Beispiel ist nach einem Fensteraustausch öfter zu lüften, da die neuen Fenster in der Regel dichter sind.