Klebstoffe in Holzverbindungen

Im baubiologischen Holzbau sollte auf Klebeverbindungen weitestgehend verzichtet werden – die Alternative sind konstruktive, geschraubte oder genagelte Verbindungen. Denn es gibt zurzeit keinen zugelassenen Kleber, den man kompromisslos empfehlen kann. Harnstoff-, Melamin- und Phenol-Resorcinharze enthalten Formaldehyd- Polyurethankleber (PUR), der in Brettschichtholz und Holzswerkstoffplatten (z.B. OSB-Platten, formaldehydfreie oder E0-Spanplatten, aber auch einige Holzweichfaserplatten) oft verwendet wird. Diese Holzplatten sind zwar formaldehydfrei, enthalten aber Isocyanate, die gesundheitlich und ökologisch sehr umstritten sind. Falls die Verwendung verleimter Hölzer nicht vermeidbar ist, kommt es darauf an, den Einsatz auf ein notwendiges Minimum zu beschränken. Dies ist auch durch Verwendung von Holzprodukten mit geringen Klebefugenanteil wie Kreuz- oder Duobalken zu erreichen.