Partikel und Fasern

Gefährliche Partikel und Fasern sind vor allem in großen Hausstaub-Konzentrationen, Feinstaub, Nanopartikeln, Asbest und Mineralfasern zu finden.
Aerosole, Schwebestoffe, normaler Staub, Rauch, Ruß, Bau- und Dämmstoffe, Lüftungs- und Klimaanlagen, Geräte, Toner, Umwelt und einiges mehr können die Verursacher oder Träger der dieser Partikel und Fasern sein.

Belastungen durch Partikel durch erhebliche Konzentrationen von Hausstaub führen zu hartnäckigen Atemwegsbeschwerden und Augenreizungen. An Staubteilchen sind neben schwer flüchtigen Schadstoffe auch Pilze, Pilzsporen und Milben, deren Extremitäten und auch Pollen gebunden. Hier ist es wichtig, dass beim Reinigen ein Staubsauger mit Feinstaubfilter (HEPA-Filter) zum Einsatz kommt. Auch schlecht gewartete Klima- und Lüftungsanlagen können zu Belastungen führen.

Der Staub wird wie folgt eingeteilt:

  • Grobstaub, Teilchendurchmesser 10 – 200 µm
  • Feinstaub, Teilchendurchmesser < 10 µm
  • Nanopartikel, sind aufgrund der geringen Größe unterhalb der Auflösungsfähigkeit bzw. der verwendeten Wellenlänge des Lichtes (a. 0,5 mm) nicht direkt erfassbar, müssen erst aufkondensiert werden.

Asbest ist eine Gruppenbezeichnung für verfilzte, fasernartige Mineralien. Asbest ist unbrennbar und chemisch sehr resistent. Asbest besteht nicht aus kompakten Kristallen, wie fast alle Mineralien, sondern aus winzigen Fibrillen. Die Fibrillen sind weniger als ein tausendstel Millimeter dünn (< 1 µm) und bis zu mehreren Zentimetern lang. Dadurch können sie in die Lungenbläschen eindringen und sich verhaken, sodass sie sich nicht abhusten lassen. Dies macht die Asbestfaser so gefährlich für die Gesundheit.

Stein-, Glas- und Mineralwolle sind künstliche Mineralfasern (KMF). Diese werden als Wärmedämmung und Schallisolierung in Decken, Böden, Wänden und Hohlräumen verwendet. Die Fasern der KMF können sich zwar nicht – wie die Asbestfasern – aufspalten und somit immer dünner werden, sondern nur durchbrechen. Somit werden sie bei gleicher Dicke immer kürzer. Sie können auch im Körper schneller abgebaut werden als die Asbestfasern. Dies reduziert das baubiologische Risiko gegenüber dem Asbest.

Asbest-, Steinwoll- und künstliche Mineralfasern
sind in Bau- und Dämmstoffen zu finden. Bei Klima- und Lüftungsanlagen mit Luftkontakt zu offen verlegter Mineralwolle oder Steinwolle können kritische Fasermengen freigesetzt werden. Hier besteht ein hohes Krebsrisiko.