Elektrische und magnetische Gleichfelder

Elektrische Gleichfelder – genannt auch Elektrostatik – entstehen durch elektrische
Gleichspannungen an Kunststoffoberflächen und Synthetikfasern, wie sie z.B. in Teppichen zu finden sind, aber auch in Tapeten, Gardinen, beschichteten Möbeln, Lacken, Schaumgummi oder Bildschirmen, etwa von Computern, Fernsehern oder Datensichtgeräten. Aber auch reine Wolle laden sich auf. Letztere entladen sich aber sehr schnell wieder.

Es wir die Spannung der elektrostatisch geladenen Oberflächen in Volt (V) gemessen. Die daraus resultierende Feldstärke, auch Luftelektrizität genannt, ist Volt pro Meter (V/m).

Die bekannteste natürliche elektrostatische Entladung ist der Blitz bei einem Gewitter.

Elektrische Gleichfelder entstehen durch Reibung an der der Oberfläche. Sie werden verstärkt durch trockene Luft. Die elektrische Feldstärke hängt von mehreren Faktoren ab: von der Höhe der Oberflächenspannung und der Leitfähigkeit des aufgeladenen Materials, der Luftfeuchtigkeit, Anzahl der Luftionen und Staubartikel, der Reibung und der Luftbewegungen sowie dem Abstand zur Feldquelle.

Durch die Entladung der Oberflächenspannung wird der Körper durch Ladungsumverteilung unter Spannung gesetzt, teilweise sogar mit 2000-3000 Volt, diese entlädt sich an geerdeten Teilen teilweise schockartig mit elektrischen Schlägen oder Blitzen.

Auf das Raumklima wirken sich die elektrischen Gleichfelder negativ aus. So wird Staub angezogen und verwirbelt, Luftionen, ein wichtiger Teil eines optimal funktionierenden natürlichen Gleichgewichtes, werden gestört. Kaum ein anderer Faktor hat ähnlich starke Auswirkungen auf das Raumklima wie die Elektrostatik. Die Oberflächenspannung zerstört die zuträglichen Ionen und fördert abträglichen Feinstaub.

Magnetische Gleichfelder sind frequenzlos – man spricht auch von Magnetostatik. Künstliche magnetische Gleichfelder entstehen durch magnetisierte Metalle wie Stahl und Eisen oder durch Gleichstrom in Leitungen (z.B. in der Straßenbahn). Das größte natürliche magnetische Gleichfeld ist unsere Erde. An dieses magnetische Feld haben sich alle Pflanzen, Tiere und der Mensch gewöhnt. Zahlreichen Lebewesen dienst das Magnetfeld der Erde zur Orientierung. Es hat ein eine Flussdichte von etwa 45 bis 50 Nikrotesla. Dies ist unser Maßstab. Die künstliche magnetische Gleichfelder erreichen ein Vielfaches davon.

Künstliche Magnetfelder verzerren und überlagern das natürliche Erdmagnetfeld. Sie durchströmen die meisten Materialien ungehindert. Sie wirken sich depolarisierend auf die Zellen aus und erzeugen im Organismus elektrische Spannungen, die die Orientierungsfähigkeit beeinträchtigen.

Zu den Verursachern zählen Eisen und Stahl im Bett, darunter auch die beliebte Federkernmatratze. Aber auch der Lattenrost aus Metall oder der geschweißte Bettrahmen, Stellmotoren sogar die Scharniere gehören dazu. Auch in Decken und Wänden ist Stahl verbaut. Besonders kritisch sind hier die Stahlträger, aber auch Autos oder Stahltanks direkt neben oder unter dem Schlafzimmer.

Ein bis zwei Meter reichen in der Regel aus, um den magnetischen aktiven Stahlelemente auszuweichen. Bei der normalen Stahlbetondecke ohne Stahlträger geht der Baubiologe von einer Bettenhöhe von 60 cm aus, um möglichst wenig von dem verzerrten Erdmagnetfeld möglichst wenig zu verzerren beeinflusst zu werden. Aber besser ist es, gar keinen Stahl in den Decken zu verbauen.

Eine Veränderung des Erdmagnetfelds kann starke Auswirkungen auf unser Wohlbefinden haben.

Batteriebetriebene Armbanduhren, Brillengestelle aus Stahl und Bügel-BHs direkt oder fast auf der Haut erzeugen bedenklich starke Magnetfelder.